Mittwoch, 29. Oktober 2008

CENSO!!


Guckt mal was ich habe! Gestern waren wir beim Ausländeramt und haben unsere censos - ich denke es ist sowas wie der ecuadorianische Personalausweis für Ausländer- beantragt und auch ohne Probleme sofort bekommen. Das Bild ist absichtlich unscharf weil dann sieht man das schreckliche Foto nicht so gut. Der Beamte war nicht bereit noch ein Zweites zu machen...

Dienstag, 28. Oktober 2008

Papallacta - eine Bildergeschichte : )

Am Samstag war ich zusammen mit Anne aus der Deutschen Abteilung und noch 3 anderen bei den heißen Quellen in Papallacta. Ich zitiere zur Verdeutlichung meiner Erlebnisses mal den Reiseführer:

Termas de Papallacta ist ein Ort auf 3.250 Höhenmetern mit heißen Thermalquellen. Von Quito aus brauchen sie nur 1 1/2 Stunden um dorthin zu gelangen. Unser Resort bietet ein Badeareal von 8 Thermalpools mit verschiedenen Temperaturen und Größen, 3 kalten Pools und einem Flußpool. Das Wasser unserer Pools ist mineralisch, kristallen, hyperthermal, hypertonisch, sulfatisch und alkalisch. Das gibt ihm die Fähigkeit von heilenden Effekten an den Benutzern, da das Wasser weil es vulkanischen Urpsrungs und daher gut und sauber ist. Das Thermalwasser ist gut für diejenigen, die an Rheuma, Atritis, Stress und Schlaflosigkeit leiden.
Die Temperatur der Quellen in ihrem Usprung variieren zwischen 30° bis 70°. Die Temperatur schwankt zwischen 36° und 42°.

Nun zu meinem persönlichen Erlebnis:
Um ca. neun Uhr (das Ignorieren der Zeit steckt hier in Ecuador wohl auch Deutsche an
:)) sind wir mit dem Trole zum Busbahnhof gefahren. Wegen der bereits erwähnten Zeitverschiebung hatten wir den Bus knapp verpasst. Eine beherzte Schalterdame ist dann aber noch hinter dem Bus hergerannt und hat ihn aufgehalten und so konnten wir doch noch pünktlich los. Nach nur ein paar Minuten Busfahrt war dann keine Spur mehr von der stickigen lauten Stadt aus der man gerade gekommen ist. Da man einen Großteil der Strecke nach oben fährt hat man einen guten Blick auf die Stadt und die Berge drumherum...



Auf den Busfahrten hier in Ecuador springen oft Verkäufer während der Fahrt in den Bus und versuchen da ihr Zeug loszuwerden. ich wunder mich oft, wer zum Beispiel sowas hier kauft...













Die Landschaft auf der überraschend bequemen 2 Dollar-Fahrt war echt schön. Mich haben am meisten die fast senkrechten Felder an den Berghängen beeindruckt, auf denen die Bauern ihr Gemüse anbauen.
Bei den Quellen angekommen kommt einem dieses Bad echt unwirklich vor. Schöne saubere Becken mit heißem Wasser inmitten von....absolut gar nichts...
Das Schild war untem am Berg. Vor dem Höllen-Schlaglochtrip zu den Thermen hinten auf der Ladefläche eines Pick-Up Trucks.
Die Becken sind wirklich unglaublich warm und eine Sache kann ich ganz klar bestätigen. Ein Bad in den Thermalquellen hilft bei Schlaflosigkeit. Nach einer halben Stunde fand ich es eigentlich ziemlich öde und nach drei Stunden im Wasser war Schlafen eigentlich alles woran ich denken konnte...

Beim Baden haben wir dann auch diese Herren kennengelernt die unbedingt ein Foto mit der "Alemana" machen wollten. Der eine hat mir auch angeboten, dass ich seinen Sohn heiraten kann. Naja mal sehen... :)
Nachher waren wir dann in einem Restaurant, das ich schon aus dem Reiseführer kannte. Erstaunlich ist das nicht weil ich habe da oben eigentlich kein anderes gesehen. Eine Sache die ich hier schon "gelernt" habe: auch wenn das Lokal von innen nicht sehr verlockend aussieht, das Essen ist es dann doch meistens. Wie auch in diesem Fall. Nur 4$! Nicht schlecht oder?!
Der Rückweg war dann genauso unkompliziert wie der Hinweg. Allerdings hatten wir diesmal einen Bus erwischt, auf dem nicht wie sonst einfach nur sehr laute Musik gespielt sondern ein Film gezeigt wurde. Zweimal der Gleiche und die letzte halbe Stunden gab es dann nur noch das DVD-Menü der Sammlung Guerras (Kriege) 2 zu sehen. Nach der Busfahrt hatte sich das mit der Entspannung zwar komplett erledigt, aber von Schlaflosigkeit war keine Rede...

Donnerstag, 23. Oktober 2008

muchas felicidades para tu cumpleaños

Lieber Alex! Mein Handy zeigt deinen Geburtstag an mehreren Tagen an, deswegen gratulier ich dir einfach nachträglich! Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen zum Geburtstag.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

So isses hier


Damit ihr euch besser vorstellen könnt wie ich hier lebe, habe ich mal ein paar Bilder von der Wohnung und der direkten Umgebung (ich war zu faul, deswegen sind fast alle Bilder nur aus dem Fenster fotografiert-also sehr direkte Umgebung) gemacht.

Das hier ist die Küche mit der Tür draußen zum Balkon. Die Küche hat einen Gasherd aber mittlerweile klappt das schon ganz gut. Leider kommt nicht so viel Wasser aus der Leitung deswegen wasche ich größere Sachen immer im Badezimmer...






Das Wohnzimmer. Zugegebenermaßen kein sehr gutes Bild. Man sieht zum Beispiel mein momentanes Lieblingsmöbelstück, den Fernseher, nicht auf dem sich 5 verschneite Programme empfangen lassen. Aber ich hab keine großen Ansprüche :)




Und das Schlafzimmer mit 2 Betten. Da die Isolierung hier nicht die Beste ist, hab ich das an der Wand genommen.

Damit ihr mal seht, was das Wetter hier für einen riesen Unterschied macht, hier ein paar Eindrücke...


Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster bei Sonnenschein...

... bei Regen...
...beim Sonnenuntergang
...aus dem Küchenfenster auf den Vulkan (es ist nur Nebel :) )

und durch die Balkontür bei Sonnenschein.



So sieht es hier vor sehr vielen Häusern aus, auch vor meinem: Stacheldrahtzaun, Tor mit Buzzer und viele, viele Schlüssel die man braucht um irgendwo reinzukommen...

So ich denke das reicht erstmal zur Veranschaulichung. Vielleicht wird meine Kamera ja bald weiter entfernte Ziele vor die Linse bekommen. You'll be the first to know...

Freitag, 17. Oktober 2008

Changes, changes

So viel ist hier anders, eigentlich alles. So kommt es mir auf jeden Fall vor.

Fortbewegungsmittel:
Zum Leidwesen meiner Füße, sind diese hier Fortbewegungsmittel Nummer Eins. Da ich hier Strecken laufen muss die deutlich weiter sind als der Weg unters Carport, ist das schon eine ganz schöne Umstellung für mich. Man läuft hier echt viel und ich habe das Gefühl, dass alle Orte die man erreichen will, um einiges höher gelegen sind als meine Wohnung.

Aber auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind mir nach Abschluss meiner Schullaufbahn eher fremd geworden. Da sie hier wirklich günstig sind, sind sie eine sehr willkommene Abwechslung zum Laufen. Da gibt es einmal den Trole der quer durch die Stadt fährt und eigentlich so ähnlich ist wie die S-Bahn. Drinnen ist es sehr eng und man muss gut auf seine Sachen aufpassen. Für 25 Cent kann man sich auch gut mal eine Busfahrt leisten, aber bisher fehlt mir noch absolut der Überblick über das Straßennetz...falls es so was überhaupt gibt.
Am bequemsten ist natürlich das Taxi und da man meist nur einen Dollar bezahlen muss ist es doch sehr verlockend und nachts auch auf jeden Fall am sichersten.

Wetter:
Südamerika=Sonnenschein und immer gutes Wetter! Also das habe ich zumindest gedacht. Naja die Sonne scheint hier auch...morgens, manchmal auch mittags aber dann fängt es auch meist nachmittags schon an zu regnen. Und wenn man keinen Schirm dabei hat wird man auch unglaublich schnell nass. Ich spreche hier aus Erfahrung...
Außerdem weiß ich auch morgens nie was ich anziehen soll. Weil morgens ist es echt noch sehr warm so dass man gut im T-Shirt rumlaufen kann aber dann wird es auch schnell kühler und abends ist es dann meist richtig kalt. Da ich auch keine Heizung in der Wohnung habe friere ich oft sehr. (Mum wenn das jetzt zu hart für dich ist dann überspring die Zeilen einfach.) Ich schlafe nämlich mit Socken hier. Es gibt eigentlich nichts was ich ekliger finde aber es ist einfach zu kalt an den Füßen :)

Essen:
Hier kann man eigentlich alles bekommen wie in den USA. Die Supermärkte sind riesig und wenn man bereit ist 8 Dollar zu bezahlen gibt es hier sogar Nutella.
Neben dem Obst gibt es kleine Fläschchen mit Desinfektionsmittel für Obst und Gemüse das nicht geschält werden kann. Damit muss man die Sachen erst waschen vor dem Essen. SEHR gewöhnungsbedürftig. Ich hatte auch schon einmal Bauchschmerzen weil man hier halt nicht einfach schnell ne Scheibe Tomate aufs Toast legen kann. Auch gibt es hier so viel mehr Auswahl an Obst und Gemüse. Im Marktkauf bin ich immer ehrfurchtsvoll an den Preisen der "Exoten" vorbeigegangen und hier ist das alles selbstverständlich und auch selbstverständlich billiger.
An Fast Food gibt es hier auch alles und auf der Straße davor sind dann die vielen Obsthändler oder Stände mit undefinierbaren gegrillten Dingen. Also wenn man das möchte kann man sich hier kulinarisch richtig ausleben. Ich denke auch hier werde ich langsam anfangen.
Obwohl ich mittlerweile auch schon gekocht habe, was ich aber sehr bereue da ich jetzt schon seit fast ner Woche Nudeln mit Frikadellen esse und noch ist kein Ende in Sicht.

Aussehen:
Durch meine vielen Verluste die ich über die Jahre hinweg immer wieder im Bikinistreifen vergleichen nach dem Urlaub einstecken musste, war mir bereits vorher klar, dass ich eher zu den heller pigmentierten Menschen gehöre. Aber hier fällt es eben viel mehr auf. Ich empfinde es eigentlich überhaupt nicht als unangenehm aber man wird leider auch viel mehr und aufdringlicher angebettelt. Letzte Woche hat ein kleines, scheinbar schwaches Mädchen mich sogar richtig doll gekniffen, als ich ihrem Bruder keine Kaugummis abkaufen wollte. Wenn die Leute sehen, dass man eben kein Ecuadorianer ist, muss man auf den Märkten dann auch den Gringopreis bezahlen, aber mit ein bisschen handeln geht das auch.

Samstag, 11. Oktober 2008

Erste Eindrücke

"Seit wann fliegen die Flugzeuge so tief über Kirchheide?" Das war mein erster Gedanke als ich heute morgen aufgewacht bin. Nach einem kurzen, verschlafenen Blick aus dem Fenster auf einen der Vulkane die Quito umgeben anstatt auf Oma und Opas Haus gegenüber, wusste ich schnell wieder wo ich war. In Ecuador! Halb sieben und ich war komplett ausgeschlafen. Das letzte Mal ging mir das so...noch niemals! Also habe ich ganz leise, man weiß ja nie wie viel die Leute nebenan und untendrunter hören können, angefangen meine Koffer auszupacken während ich auf den Anruf von Katja gewartet habe. Mit ihr ging es dann nämlich in die Stadt um mir diese ein erstes Mal anzugucken und ein paar Lebensmittel zu kaufen.

Als erstes einmal war es um einiges wärmer als ich gedacht hatte. Allerdings könnte es auch sein, dass die Hitzewellen jedes Mal mit der Paniksituation "Straße überqueren" zu tun hatten. Hier interessiert es nämlcih niemanden, ob da ein Zebrastreifen ist oder nicht und so steht man schon mal länger am Straßenrand bis man genug Mut zum Überqueren aufbringen kann.

Zuerst waren wir auf einem typischen Markt, wo ich wohl aber niemals einkaufen werde, hauptsächlcih weil ich auch gar nicht wüsste, wie ich ein halbes Schwein nach Hause transportieren sollte. Im nahegelegenen Einkaufszentrum sieht es dann schon ganz anders aus. Anders bzw. amerikanisch. Man kriegt hier wirklich alles. Bei diesen verlockenden Preisen bleibt mir dann wohl nichts anderes übrig, als nächstes Jahr zweimal zurück zu fliegen. :)

Mir gefällt es hier schon richtig gut, nur mit dem Spanisch VERSTEHEN habe ich noch einige Probleme, da die Ecuadorianer in der Regel um einiges leiser sprechen als ich. Die Höhe macht mir eigentlich auch nichts aus, nur wenn man länger läuft fällt das Atmen deutlich schwerer.

Heute habe ich auch schon das erste Mal für mich alleine auf dem Gasherd gekocht. Ein Ei. Man sollte langsam anfangen, das Gleiche gilt hier sicherlich für alles.

Freitag, 10. Oktober 2008

Abflug Deutschland und...Ankunft Ecuador!!

Alles in Allem kann man sagen, dass der Flug an Unkompliziertheit nicht mehr zu übertreffen war. Das Verabschieden von Familie und Freunden war zwar auch nach dem unfreiwilligen Extratag zu Hause auf keinen Fall leichter, aber nach der ersten Kontrolle war ich sowieso zu aufgeregt um traurig zu sein.

Der Flug nach Atlanta ist unglaublich ruhig verlaufen....zu ruhig! Die Fernseher an Board haben nicht funktioniert und da die hart arbeitenden Flugbegleiterinnen ihr Schlafzelt an dem Fach befestigt hatten in dem ich ALLE meine Sachen verstaut hatte, habe ich einfach 9 1/2 Stunden dagesessen und absolut gar nichts gemacht. Dafür bin ich mittlerweile so gut mit den Sicherheitsanweisungen vertraut, dass ich morgen bei Delta anfangen könnte.Von dem riesen Chaosflughafen in Atlanta hatte ich nichts Gutes gehört und nachdem ich auf Grund eines Missverständnisses 1 1/2 Stunden im Zoll gesessen hatte (was sollen die auch kontrollieren wenn man gar kein Gepäck hat?!), kann ich dem Gehörten auch nicht widersprechen. Auf dem Flug nach Quito hatte ich sogar so viel Platz, dass ich gemütlich hätte schlafen können, allerdings war ich viel zu abgelenkt von dem on-board Entertainment direkt vor mir.

Als wir dann im Landeanflug über Quito waren, war das Entschädigung genug für die lange Reise. Natürlich war mir schon immer klar, dass Kirchheide keine Metropole und Lemgo keine Weltstadt ist, aber ich habe mich noch nie so sehr wie ein kleines Dorfmädchen gefühlt wie bei diesem Anblick. Die Stadt ist einfach riesig und es sah so schön aus im Dunkeln mit den Lichtern bis hoch in die Berge. Angekommen ging dann alles auch ganz schnell. Vom Visum, dem Abholen der Koffer, die auch tatsächlich da waren, bis zum Treffen mit den Leuten von HCJB hat einfach alles geklappt.

Den Großteil der Fahrt bis zur Wohnung haben wir auf dem Parkplatz des Flughafens verbracht, wo ich dann auch schon mal einen ersten Einblick in das Verkehrschaos Quitos erhalten konnte. Endlich angekommen war ich so müde, dass ich noch nicht mal die ganze Wohnung angeguckt habe, sondern mich ausschließlich auf die Nutzung des Schlafzimmers beschränkt habe...

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Abflug Deutschland Versuch 1

Diesen, meinen ersten richtigen Eintrag schreibe ich euch....wieder von zu Hause aus! Heute Nacht um kurz vor drei bin ich von Kirchheide aus losgefahren und habe beim besten Willen nicht damit gerechnet, dass ich nicht einmal 10 Stunden später von Bandit freudig am Zaun empfangen werden würde, von dem ich mich gerade vorher für ein Jahr verabschiedet hatte...

Als ich in Frankfurt am check- in ankam war ich schon sehr genervt davon, dass die unbarmherzige Schalterfrau mich wichtige Sachen aus meinen zugegebenermaßen deutlich übergewichtigen Koffern hat nehmen lassen. Nachdem ich so viel wie möglich aus meinen Koffern rausgenommen hatte und die immer noch sehr schweren Koffer aufs Band gehoben hatte (zum zweiten Mal) wurde mir freundlich aber bestimmt mitgeteilt, dass mein Flug von Atlanta (wo ich eine Zwischenlandung haben sollte) nach Quito gestrichen wurde - schon im August. Manche Leute bestätigen wohl vorher noch mal ihren Flug aber andere, ich, lieben einfach Überraschungen.

Da ich, oder besser gesagt meine geizigen Eltern, nicht bereit waren zusätzliche 4000 Euro für einen Businessclass Flug zu bezahlen, bin ich jetzt wieder zu Hause....erstmal. Heute Nacht um kurz vor drei geht das Ganze noch mal von vorne los. Gleiche Zeit, gleiches Gate, neuer Tag...

Ich kann es kaum erwarten!