Damit ihr euch mal vorstellen könnt, wie unsere Dschungeltour plus Guideerklärungen aussahen. Das Video ist auf Spanisch aber eigentlich erklärt der Guide uns nur, wie man im Dschungel Gift herstellt und ich denke die äußerst interessierten ahas sind in jeder Sprache verständlich...
Mittwoch, 7. Januar 2009
Dienstag, 6. Januar 2009
Selva y Costa....mal was anderes sehen!
Auf Grund der günstigen Anhäufung von Feier- und somit Ferientagen, hatten Dorothea und ich beschlossen, über Weihnachten und Neujahr ein wenig Urlaub zu machen und so ein wenig mehr von dem Land zu sehen in dem wir wohnen als nur die Straßen rund um das HCJB Gelände :)
LA SELVA
Und so ging es am 25. Dezember um 6 Uhr morgens 9 Stunden mit dem Bus in den Osten, genauer gesagt nach Coca, von wo aus unsere Reise in den Dschungel losgehen sollte. Nach einer Nacht in dieser eher unattraktiven Stadt, sollten wir uns dann am nächsten Morgen mit dem Rest der Gruppe treffen, mit denen zusammen wir 4 Tage in einer Lodge fern abseits der Zivilisation inmitten des Dschungels von Ecuador verbringen sollten. Vor Ort war dann niemand anderes mehr und so haben sich Dorothea, ich, unser Guide und der Bootsfahrer erst 3 Stunden per Auto und dann 4 1/2 Stunden per Motorkanu in Richtung Bataburo Lodge gemacht, wo wir dann auf den Koch und somit das letzte Mitglied unserer Reisegruppe stoßen sollten.
Obwohl es teilweise ein bisschen unangenehm war im Dschungel alleine mit diesen drei Männern zu sein, hatten wir so den Führer bei seinen Erklärungen für uns ganz alleine und mussten bei all den Experimenten die wir gemacht haben, nicht warten bis 20 andere Teilnehmer auch alles ausprobiert hatten.
Und wir haben echt viel gesehen und erlebt. In Stichpunkten:
wir haben Affen gesehen-Gift hergestellt und probiert-Ameisen gegessen-Schlange gesehen-eine Riesenspinne in der Dusche gehabt-eine Nachtwanderung durch den Dschungel gemacht-viel von der Kultur der Indianer gelernt-morgens im Kanu Vögel beobachtet-mit dem Licht von Handy und MP3Player Kakerlaken im Zimmer gefangen-Siesta in Hängematten gemacht-nachts mit Taschenlampen nach Alligatoren gesucht-mit Fledermäusen über dem Kopf gegessen- einen zahmen Papagei beim stehlen in der Küche beobachtet-mit dem Blasrohr geschossen-an Lianen geschwungen-Armbänder gebastelt-nachts ohne Strom und mit vielen Insekten die Toilette aufgesucht-mit Gummistiefeln stundenlang durch den Wald gelaufen-unendlich viele Insektenstiche gesammelt....und mein Favorit: Pyranias geangelt (der Schmerz das ich keinen gefangen habe sitz immer noch tief) und anschließend gegessen!






Blätterhut Ameisen essen


Alles in allem war ich bei den ganzen Erklärungen über die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der Pflanzen im Dschungel, immer wieder von Gottes Einfallsreichtum begeistert. Es gibt echt für alles irgendeine Pflanze im Wald und das hat mich schon sehr beeindruckt wie Gott für die Leute sorgt die keinen Zugriff auf viele Dinge und Medikamente haben die für uns alltäglich sind.
Am letzten Tag sind wir dann schon um 5 Uhr morgens aufgestanden, da der Wasserspiegel des Flusses sehr niedrig war, viele umgestürzte Bäume den Weg versperrten und wir pünktlich um vier Uhr zurück in Coca sein wollten um den Bus zurück nach Quito zu kriegen. Wie durch ein Wunder haben wir das auch geschafft aber leider kam kein Bus vor 8 Uhr abends und so waren wir dann erst um 4 Uhr nachts zurück in Quito. Allerdings auch nur für sehr kurze Zeit; gerade genug um Wäsche zu waschen, neu zu packen und kurz zu schlafen weil es dann schon um 11 Uhr morgens wieder in den Bus ging.
LA COSTA
Aber diesmal in die andere Richtung- an die Küste!
Wie auch schon auf dem Weg in den Dschungel war ich einerseits sehr dankbar, dass wir mit dem Bus fahren konnten weil wir so beobachten konnten, wie oft und drastisch sich die Landschaft außerhalb des Busses geändert hat....andererseits bedeutet Bus fahren auch neun Stunden im Bus sitzen :)
In der Stadt Canoa haben wir dann die Tagen rund um Neujahr verbracht....seltsame Silvestertraditionen der Ecuadorianer inclusive... insgesamt einfach ein sehr schöner Strandurlaub und vor allem sehr entspannend nach dem Dschungel...


Diese Puppen werden in allen Formen, Größen und Farben von den Leuten in Ecuador gebastelt und dann Silvester um Mitternacht verbrannt.


Die trauernden Witwen von diesen Pappmännern- in diesem Fall verkleidete Jungs- bauen am 31. Dezember Straßensperren auf und halten die Autos auf um so ein paar Dollar gegen die Trauer einzusammeln...


Silvester am Strand

Am nächsten Tag war es dann unglaublich voll am Strand da die Leute wirklich in Busladung aus der Umgebung an den playa kamen...

An unserem letzen Abend in Canoa ist dann eins der vielen Bambushotels der Stadt abgebrannt. Da die Stadt weder Wasservorräte hat noch eine Feuerwehr konnte man nichts machen außer zugucken wie das Hotel komplett runtergebrannt ist.
Auf Grund des Brandes gab es dann am nächsten Tag auch keinen Strom in der ganzen Stadt und so war ich froh, als wir nach einer langen und anstrengenden Busfahrt endlich wieder in Quito ankamen. Diese war genau so wie man sich das in Südamerika vorstellt...zufällig ist der richtige Bus vorbeigekommen obwohl eigentlich keiner mehr fahren sollte, laute Lationorhytmen schallen aus den Lautsprechern, der Bus sieht weder von außen noch von innen vertrauenserweckend aus, fliegende Händler steigen jedesmal ein wenn der Bus langsamer wird, die Fenster gehen nicht zu und man ist total vollgestaubt und an meiner Schulter schlief selig ein Latino im weißen Unterhemd und goldener Kreuzkette um den Hals....
LA SELVA
Und so ging es am 25. Dezember um 6 Uhr morgens 9 Stunden mit dem Bus in den Osten, genauer gesagt nach Coca, von wo aus unsere Reise in den Dschungel losgehen sollte. Nach einer Nacht in dieser eher unattraktiven Stadt, sollten wir uns dann am nächsten Morgen mit dem Rest der Gruppe treffen, mit denen zusammen wir 4 Tage in einer Lodge fern abseits der Zivilisation inmitten des Dschungels von Ecuador verbringen sollten. Vor Ort war dann niemand anderes mehr und so haben sich Dorothea, ich, unser Guide und der Bootsfahrer erst 3 Stunden per Auto und dann 4 1/2 Stunden per Motorkanu in Richtung Bataburo Lodge gemacht, wo wir dann auf den Koch und somit das letzte Mitglied unserer Reisegruppe stoßen sollten.
Obwohl es teilweise ein bisschen unangenehm war im Dschungel alleine mit diesen drei Männern zu sein, hatten wir so den Führer bei seinen Erklärungen für uns ganz alleine und mussten bei all den Experimenten die wir gemacht haben, nicht warten bis 20 andere Teilnehmer auch alles ausprobiert hatten.
Und wir haben echt viel gesehen und erlebt. In Stichpunkten:
wir haben Affen gesehen-Gift hergestellt und probiert-Ameisen gegessen-Schlange gesehen-eine Riesenspinne in der Dusche gehabt-eine Nachtwanderung durch den Dschungel gemacht-viel von der Kultur der Indianer gelernt-morgens im Kanu Vögel beobachtet-mit dem Licht von Handy und MP3Player Kakerlaken im Zimmer gefangen-Siesta in Hängematten gemacht-nachts mit Taschenlampen nach Alligatoren gesucht-mit Fledermäusen über dem Kopf gegessen- einen zahmen Papagei beim stehlen in der Küche beobachtet-mit dem Blasrohr geschossen-an Lianen geschwungen-Armbänder gebastelt-nachts ohne Strom und mit vielen Insekten die Toilette aufgesucht-mit Gummistiefeln stundenlang durch den Wald gelaufen-unendlich viele Insektenstiche gesammelt....und mein Favorit: Pyranias geangelt (der Schmerz das ich keinen gefangen habe sitz immer noch tief) und anschließend gegessen!
Blätterhut Ameisen essen
Alles in allem war ich bei den ganzen Erklärungen über die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der Pflanzen im Dschungel, immer wieder von Gottes Einfallsreichtum begeistert. Es gibt echt für alles irgendeine Pflanze im Wald und das hat mich schon sehr beeindruckt wie Gott für die Leute sorgt die keinen Zugriff auf viele Dinge und Medikamente haben die für uns alltäglich sind.
Am letzten Tag sind wir dann schon um 5 Uhr morgens aufgestanden, da der Wasserspiegel des Flusses sehr niedrig war, viele umgestürzte Bäume den Weg versperrten und wir pünktlich um vier Uhr zurück in Coca sein wollten um den Bus zurück nach Quito zu kriegen. Wie durch ein Wunder haben wir das auch geschafft aber leider kam kein Bus vor 8 Uhr abends und so waren wir dann erst um 4 Uhr nachts zurück in Quito. Allerdings auch nur für sehr kurze Zeit; gerade genug um Wäsche zu waschen, neu zu packen und kurz zu schlafen weil es dann schon um 11 Uhr morgens wieder in den Bus ging.
LA COSTA
Aber diesmal in die andere Richtung- an die Küste!
Wie auch schon auf dem Weg in den Dschungel war ich einerseits sehr dankbar, dass wir mit dem Bus fahren konnten weil wir so beobachten konnten, wie oft und drastisch sich die Landschaft außerhalb des Busses geändert hat....andererseits bedeutet Bus fahren auch neun Stunden im Bus sitzen :)
In der Stadt Canoa haben wir dann die Tagen rund um Neujahr verbracht....seltsame Silvestertraditionen der Ecuadorianer inclusive... insgesamt einfach ein sehr schöner Strandurlaub und vor allem sehr entspannend nach dem Dschungel...
Die trauernden Witwen von diesen Pappmännern- in diesem Fall verkleidete Jungs- bauen am 31. Dezember Straßensperren auf und halten die Autos auf um so ein paar Dollar gegen die Trauer einzusammeln...
Silvester am Strand
Am nächsten Tag war es dann unglaublich voll am Strand da die Leute wirklich in Busladung aus der Umgebung an den playa kamen...
An unserem letzen Abend in Canoa ist dann eins der vielen Bambushotels der Stadt abgebrannt. Da die Stadt weder Wasservorräte hat noch eine Feuerwehr konnte man nichts machen außer zugucken wie das Hotel komplett runtergebrannt ist.
Auf Grund des Brandes gab es dann am nächsten Tag auch keinen Strom in der ganzen Stadt und so war ich froh, als wir nach einer langen und anstrengenden Busfahrt endlich wieder in Quito ankamen. Diese war genau so wie man sich das in Südamerika vorstellt...zufällig ist der richtige Bus vorbeigekommen obwohl eigentlich keiner mehr fahren sollte, laute Lationorhytmen schallen aus den Lautsprechern, der Bus sieht weder von außen noch von innen vertrauenserweckend aus, fliegende Händler steigen jedesmal ein wenn der Bus langsamer wird, die Fenster gehen nicht zu und man ist total vollgestaubt und an meiner Schulter schlief selig ein Latino im weißen Unterhemd und goldener Kreuzkette um den Hals....
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