Mittwoch, 18. Februar 2009

Naja wenn ihr schon mal da seid....

Von Januar bis Mitte Februar hat mich meine Freundin Jenny, die für 5 Monate in Paraguay gewesen ist, hier in Ecuador besucht. Es war echt schön, sie hier zu haben und mit ihr zusammen habe ich viele Sachen hier in Ecuador erlebt...unter anderem haben wir auch das Paradies gesehen, welches man sonst nur aus dem Fernsehen kennt: die Galápagos Inseln...auch wenn ich bin zum Rest meines Lebens das Geld für diese Reise bei meinen Eltern abbezahlen muss, die mir diese ermöglicht haben, hat es sich doch sehr gelohnt, weil es stimmt schon: wenn man schon mal hier ist....denn so günstig wie von Ecuador aus kommt man dort nie wieder hin.

Die ganze Woche über die wir auf der Hauptinsel der Galapagos, Santa Cruz, verbracht haben, konnten wir es gar nicht fassen, dass wir wirklich dort sein durften und die ganzen tollen Sachen sehen und erleben durften.
Wir haben Sachen gesehen und gemacht, die wir wahrscheinlich nie wieder im Leben sehen werden. Vor allem die Tierwelt der Galapagosinseln ist schon ein Erlebnis für sich. Auf unseren 2 Tagestrips zu anderen Inseln waren wir Schnorcheln und haben riesige Rochen, Wasserschildkröten, Kugelfische und jede Menge andere Meerestiere gesehen. Für immer wird uns wohl aber unsere Begegnung mit den zahlreichen Haien beim Schnorcheln in Erinnerung bleiben. Ich hatte noch nie in meinem Leben so viel Angst, wie als der riesige White Tip Shark v or uns aus der Höhle auftauchte oder wir von 12 Haien im Wasser umzingelt wurden aber gleichzeitig möchte ich so eine Erfahrung nicht missen.
Sehr viel angenehmer aber ebenso einprägsam war da das Schnorcheln mit den Seehunden die mit uns im Wasser spielten und uns umkreisten.

Wie immer bin ich der Meinung, dass Bilder so viel mehr aussagen als alle Beschreibungen dieses kleinen Paradises.

Die Natur:

Die Bucht an der wir gewohnt haben









Die Tierwelt:



















Ich bin Gott so dankbar für alles was ich in der kurzen Zeit auf den Galápagos erleben durfte, aber vor allem, dass ich diese "Reise" mit Jenny unternehmen konnte. :)












Mittwoch, 4. Februar 2009

Brief an die Gemeinde in Kirchheide

Hallo Gemeinde in der Heimat,

nachdem ich über die Internetseite und durch den Gemeindebrief oder die Protokolle der Gemeindestunde immer recht gut informiert bin was bei euch im fernen Deutschland so abläuft, dachte ich wäre es mal an der Zeit euch über mein Leben hier in Ecuador zu informieren…

Nach immerhin schon 3 Monaten, kann ich denke ich behaupten, dass ich mich hier ganz gut eingelebt habe. Natürlich gibt es hier immer noch jeden Tag unendlich viele Dinge die mir so irreal vorkommen, aber ich glaube einen großen Beitrag zum Einleben hier hat die Tatsache beigetragen, dass ich hier jetzt auch eine Gemeinde habe, die ich als „meine Gemeinde“ bezeichnen würde. Zwar ist es keine spanisch-sprachige Gemeinde, aber die English Fellowship Church erinnert mich doch sehr an zu Hause. Außerdem gibt es hier auch Möglichkeiten wie ich mich in die Gemeinde einbringen kann und durch die Jugendgruppe die sich zwei Mal die Woche trifft, habe ich schon viele neue Leute kennengelernt.

Ich wünschte ich könnte irgendwelche spannenden Dinge über die Arbeit hier bei HCJB berichten, aber wie ich mir selber immer wieder eingestehen muss, ist das hier eben keine „typische“ Missionsarbeit wie man sich das sonst so vorstellt. Wenn ich mich hier im Büro nicht manchmal dran erinner, dass ich die Übersetzungen für die Radiosendungen nicht in irgendeinem Büro mache sondern bei HCJB in Ecuador kann man das schnell schon mal vergessen

Umso mehr kann ich mich außerhalb des Büros hier einsetzen. Da gibt es am Mittwoch zum Beispiel den Spotlight Listeners Club zu dem Ecuadorianer kommen um Englisch zu lernen. Da es nicht viele Freiwillige gibt, bin ich schon seit dem ersten Mal eine der Gruppenleiterinnen und die Arbeit macht mir echt Spaß. Am Sonntag helfe ich nach dem Gottesdienst in einer Armenküche mit, dass heißt jede Menge Gemüse schnippeln für manchmal bis zu 200 Leute. Die Kinder die dort hinkommen sind teilweise so unglaublich dreckig und vernachlässigt aber auch so dankbar für das bisschen Essen das sie bekommen. Die Arbeit von Pan de Vida ist mir echt ans Herz gewachsen, weil sie den Armen Hilfe anbietet durch Essen und Kleidung aber dafür „müssen“ die Leute dann auch in den Gottesdienst kommen den sie in den kleinen Räumen feiern. (Mehr Informationen unter www.pandevida.org.ec)

Alles in Allem kann ich sagen, dass ich mich hier sehr oft durch Gott bestätigt fühle, dass er mich genau hier haben will wo ich bin- auch wenn es manchmal nicht leicht ist und ich ab und zu Heimweh nach meinem Lieblingsland Deutschland habe.

Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, sei es im Gebet oder finanziell und bin dankbar, euch hinter mir zu wissen. Auch wenn ich mich nicht so oft persönlich sondern eher über den Blog melde, würde ich mich trotzdem über eben solche Nachrichten von euch freuen.