Hallo Gemeinde in der Heimat,
nachdem ich über die Internetseite und durch den Gemeindebrief oder die Protokolle der Gemeindestunde immer recht gut informiert bin was bei euch im fernen Deutschland so abläuft, dachte ich wäre es mal an der Zeit euch über mein Leben hier in Ecuador zu informieren…
Nach immerhin schon 3 Monaten, kann ich denke ich behaupten, dass ich mich hier ganz gut eingelebt habe. Natürlich gibt es hier immer noch jeden Tag unendlich viele Dinge die mir so irreal vorkommen, aber ich glaube einen großen Beitrag zum Einleben hier hat die Tatsache beigetragen, dass ich hier jetzt auch eine Gemeinde habe, die ich als „meine Gemeinde“ bezeichnen würde. Zwar ist es keine spanisch-sprachige Gemeinde, aber die English Fellowship Church erinnert mich doch sehr an zu Hause. Außerdem gibt es hier auch Möglichkeiten wie ich mich in die Gemeinde einbringen kann und durch die Jugendgruppe die sich zwei Mal die Woche trifft, habe ich schon viele neue Leute kennengelernt.
Ich wünschte ich könnte irgendwelche spannenden Dinge über die Arbeit hier bei HCJB berichten, aber wie ich mir selber immer wieder eingestehen muss, ist das hier eben keine „typische“ Missionsarbeit wie man sich das sonst so vorstellt. Wenn ich mich hier im Büro nicht manchmal dran erinner, dass ich die Übersetzungen für die Radiosendungen nicht in irgendeinem Büro mache sondern bei HCJB in Ecuador kann man das schnell schon mal vergessen
Umso mehr kann ich mich außerhalb des Büros hier einsetzen. Da gibt es am Mittwoch zum Beispiel den Spotlight Listeners Club zu dem Ecuadorianer kommen um Englisch zu lernen. Da es nicht viele Freiwillige gibt, bin ich schon seit dem ersten Mal eine der Gruppenleiterinnen und die Arbeit macht mir echt Spaß. Am Sonntag helfe ich nach dem Gottesdienst in einer Armenküche mit, dass heißt jede Menge Gemüse schnippeln für manchmal bis zu 200 Leute. Die Kinder die dort hinkommen sind teilweise so unglaublich dreckig und vernachlässigt aber auch so dankbar für das bisschen Essen das sie bekommen. Die Arbeit von Pan de Vida ist mir echt ans Herz gewachsen, weil sie den Armen Hilfe anbietet durch Essen und Kleidung aber dafür „müssen“ die Leute dann auch in den Gottesdienst kommen den sie in den kleinen Räumen feiern. (Mehr Informationen unter www.pandevida.org.ec)
Alles in Allem kann ich sagen, dass ich mich hier sehr oft durch Gott bestätigt fühle, dass er mich genau hier haben will wo ich bin- auch wenn es manchmal nicht leicht ist und ich ab und zu Heimweh nach meinem Lieblingsland Deutschland habe.
Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, sei es im Gebet oder finanziell und bin dankbar, euch hinter mir zu wissen. Auch wenn ich mich nicht so oft persönlich sondern eher über den Blog melde, würde ich mich trotzdem über eben solche Nachrichten von euch freuen.
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